Freitag 18. Mai 2012
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Inhalt:

LeserInnenbriefe

Grußbotschaft Hiroshima

Sehr geschätzte Freundinnen und Freunde der Friedensbewegung,


Am 6. August jährt sich der erste kriegerische Einsatz von Kernwaffen zum 65. Mal. Drei Tage darauf folgte ein weiterer Abwurf in Nagasaki. Die Folge waren über 200.000 Tote, unzählige Menschen die mit radikalen Beeinträchtigungen kämpfen mussten und bis heute radioaktiv verseuchte Gebiete.




Das Gedenken an die menschliche und politische Katastrophe Hiroshima und Nagasaki hat an Bedeutung und Aktualität nichts verloren: Noch immer vergeht kaum ein Tag, an dem keine Menschen aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen den Tod finden, die Spirale der Gewalt schraubt sich immer noch hoch, ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen; und jeder einzelne Mensch, der Opfer von kriegerischen Handlungen wird, ist ein Opfer zu viel.


Abermilliarden werden heute noch in die Entwicklung von Vernichtungswaffen und den militärischen Komplex im Generellen investiert. Davon profitieren einige Wenige, für viele bedeutet dass unsagbares Leid. Nur ein Bruchteil der Kosten für das gigantische Waffenlager dieser Welt würde ausreichen, um die Armut wirksam zu bekämpfen.


Frieden kann nicht erüstet und erbombt werden! Solange die Güter dieser Erde nicht gerecht verteilt werden und alle Menschen frei, selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können, solange es Unterdrückte gibt und Unterdrücker, wird es keinen Frieden geben. Frei nach einer feministischen Losung sollten wir uns daher bewusst sein: Ohne Frieden keine gerechte Welt, keine gerechte Welt ohne Frieden!


Wir dürfen nicht müde werden, in unserem Wirkungsbereich immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass Veränderung möglich ist. Einen Kapitalismus ohne Frieden kann und wird es nun einmal nicht geben. Daher müssen wir in Alternativen denken und alles daran setzen, diese Welt freier und gerechter zu gestalten.


Mit solidarischen Grüßen!

Wolfgang Moitzi



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