Freitag 18. Mai 2012
flickr facebook twitter blog.sjoe.at
Link zu den Bundesländern Vorarlberg Burgenland Tirol Kärnten Niederösterreich Wien Oberösterreich Salzburg Steiermark

Inhalt:

Netzwerk gegen Rechts
Shop: 1.Produkte auswählen 2.Warenkorb 3.Daten eingeben

Broschüre: Die Geschichte des Faschismus in Österreich

Der Staat, in dem wir leben, ist nicht vom Himmel gefallen. Nach dem Zusammenbruch des faschistischen Regimes 1945 wurde ein Gebilde erneut aus der Taufe gehoben, das schon nach dem Ersten Weltkrieg 15 Jahre lang existiert hatte: die Republik Österreich.

Im Bemühen auch nur irgendeine gemeinsame Basis zu finden, auf der eine demokratische Politik möglich war, wurde von der Sozialdemokratie ein stillschweigender Kompromiss akzeptiert: Um der Zweiten Republik eine Zukunft zu eröffnen, wurde das Scheitern der Ersten Republik höchstens auf Gedenkveranstaltungen thematisiert.

In der Öffentlichkeit einigten sich ÖVP und SPÖ auf die Sprachregelung von der "geteilten Schuld". Die Geschichte der Diktatur ab 1934, verharmlosend "Ständestaat" genannt, blieb weitgehend im Dunklen. Die einigende Klammer bildete die Verklärung Österreichs als "Erstes Opfer der deutschen Aggression" und der "gemeinsame Wille zum Wiederaufbau" nach 1945.

Die Christlichsozialen hatten bis 1934 (und danach wieder ab 1935) intensiv versucht, sich mit den Nazis zu arrangieren, um Sozialdemokratie und Gewerkschaften ungestört vernichten zu können. Nach 1945 nahm die Sozialdemokratie jene Legende mehr oder weniger unwidersprochen hin, die behauptete, der "Ständestaat" wäre nichts als ein österreichisches Abwehrprojekt gegen den deutschen Nationalsozialismus gewesen. Unwidersprochen verklärte die ÖVP Dollfuß & Co. zu Widerstandskämpfern und behauptet bis heute, der kleine Diktator wäre "das erste Opfer der Nazis" gewesen.

Die Broschüre stellt den Weg der Ersten Republik in den Faschismus dar, wie auch die an der Demontage der demokratischen Republik beteiligten Kräfte. Nicht die "Radikaliserung" jener Zeit war Schuld an der Beseitigung der Demokratie in Österreich, sondern die Bestrebungen bekennender antidemokratischer Kräfte, diese zu beseitigen.

0,00
Warenkorb: Der Warenkorb ist leer.
vorheriges Bild Bild Pause/Fortsetzen nächstes Bild
vorheriges Video Video Pause/Fortsetzen nächstes Video
IMPRESSUM © sozialistische jugend
http://www.sj-ooe.at/