Donnerstag 9. Februar 2012
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Drogen

Soziales Umfeld und Sucht


Ein "gesundes" soziales Umfeld ist für unser Wohlbefinden sehr wichtig. Zu unserem sozialen Umfeld gehören alle engeren Bindungen und sozialen Beziehungen (Familie, Freund- und Partnerschaften) der näheren Um- bzw. Mitwelt, wie auch die Lebensbedingungen, die wir vorfinden (Schul-,Ausbildungs-, Studien- und Berufsverhältnisse, Freizeitmöglichkeiten,Wohnmöglichkeiten, etc.).

Das bedeutet, dass stressauslösende Situationen und gestörte Verhältnisse in der Familie, in der Schule oder in der Arbeit Suchtentwicklung fördern. Für SchülerInnen und Lehrlinge ist jung sein meist alles andere als rosig.Ca. 75.000 Nicht genügend pro Schuljahr, viele fehlende Lehrstellen, schlechte Ausbildung, arbeiten für wenig Geld oder gar arbeitslos, kurz, keine wirklich hoffnungsvollen Perspektiven für die Zukunft.

Ein krankes Schulsystem

Die Schulzeit ist für die meisten von Streß und Notendruck geprägt. Wer es wagt, Dinge zu hinterfragen oder aufmüpfig zu sein, stösst bald an seine/ihre Grenzen. Mit KlassenschülerInnenhöchstzahlen von 30 SchülerInnen, Lernbehelfe, die z.T. veraltet sind, und Frontalunterricht ist eine wirklich qualifizierte Schulbildung nicht mögich. Es ist dies ein System, in dem sich nur die Stärksten durchsetzen und die Schwachen auf der Strecke bleiben. Die zigtausenden Nichtgenügend pro Schuljahr zeigen, wie krank dieses Schulsystem ist.

Die ausgebeuteten Lehrlinge

Lehrlinge werden in den Betrieben meist als billige Hilfskräfte ausgenutzt.Statt die Bestimmungen zum Schutz der Lehrlinge zu verschärfen, fordern die UnternehmerInnen die Auflockerung der Bestimmungen und drohen damit, keine Lehrlinge mehr auszubilden, wenn ihren Forderungen nicht nachgekommen wird. Auch der Aufenthalt in der Berufsschule ist für die meisten Lehrlinge nicht wirklich befriedigend.

Fehlende Freizeitmöglichkeiten

Für die Suchtvorbeugung ist eine sinnvolle und befriedigende Freizeitgestaltung sehr wichtig. Der Leistungsdruck in der Schule und am Arbeitsplatz ist kaum auszuhalten. In der Freizeit suchen Jugendliche nach Erholung und Ausgleich gegenüber der Schule bzw. der Arbeit. Sich zu erholen ist jedoch nicht so einfach. Es gibt kaum Jugendzentren, also Räumlichkeiten, in denen sich Jugendliche ungezwungen aufhalten und ihren Interessen nachgehen können.

Weiters ist die Freizeit völlig kommerzialisiert, so dass Jugendliche einen Großteil ihres Taschengeldes zur Konsumierung von Freizeitangeboten (Kino,Discos, usw.) ausgeben. Auch sind Jugendliche unter 18 in vielen Lokalen nicht willkommen. Sich treffen mit seinen Freunden und Freundinnen in Lokalen, ohne viel zu konsumieren, wird nicht geduldet.

Viele Jugendliche interessieren sich für Sport. Es gibt jedoch kaum Möglichkeiten, wirklich aktiv zu werden, da die meisten Sportplätze nur für Vereine geöffnet werden. Es entsteht so der Eindruck, dass die GemeindepolitikerInnen es nicht wirklich wichtig finden, für freizeitfreundliche Strukturen zu sorgen.

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