Freitag 10. Februar 2012
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Inhalt:

Afrika

Africa’s Time has come


Dieser vorliegende Aufruf ist von allen sozialistischen Jugendorganisationen in Afrika im Rahmen des African Committee, dem afrikanischen regionalen Zusammenschluss aller afrikanischen Mitgliedsorganisationen der IUSY (International Union of Socialist Youth) beschlossen worden und dient heute als Grundlage für die neue Kampagne der IUSY: Africa’s time has come. 24 Organisationen aus Afrika sind heute Mitglied in der IUSY.


Wir möchten an dieser IUSY Kampagne ansetzen, um in den nächsten Ausgaben des Trotzdem uns mit dem Themengebiet Afrika näher auseinander zusetzen und Beiträge zur Entwicklung Afrikas im 20. Jahrhundert liefern. In diesem Zusammenhang möchten wir eine Veranstaltung für den 23. April. ankündigen in Kooperation mit ÖGB und dem Renner Institut zum Thema „Südafrika, eine Bilanz - 10 Jahre danach“ mit Fikile Mbalula, dem neuen Präsident der IUSY und Präsidenten des ANC Youth League Südafrika.

Afrikas Zeit ist gekommen

1. Als Sozialistische Jugend am Afrikanischen Kontinent stellen wir die bestimmende Rolle von Konflikten in der afrikanischen Entwicklung fest und betrachten es daher als unseren politischen Kampf uns für Frieden und Stabilität als Vorrausetzung für weitere Entwicklung einzusetzen.

2. Wir, die Sozialistische Jugend des Afrikanischen Kontinentes, wir schätzen die Rolle unserer politischen VorkämpferInnen im Kampf um die Befreiung des Kontinentes vom Kolonialismus, wir betrachten es heute als die Pflicht der jetzigen jungen Generation sich für Demokratie und Gleichheit als grundlegende Fundamente für alle BürgerInnen Afrikas, einzusetzen.

3. Wir erinnern daran, dass Kolonialismus, Neo-Kolonialismus und Imperialismus zu einer Kultur der Menschenrechtsverletzung beigetragen haben, die den Weg für Tyrannen geebnet haben, die die Massen um ihre Ressourcen betrogen haben. Wir stehen für die Wiederschaffung einer Kultur der Menschenrechte und Demokratie ein mit der Stärkung der Afrikanischen Union.

4. Wir sind der Überzeugung, dass die Schulden des Südens durch ein ungerechtes Wirtschafts- und Finanzsystem ungerecht akkumuliert wurden. Wir fordern den bedingungslosen Schuldenerlass, weil diese Schulden die ökonomische Entwicklung der südlichen Länder behindern.

5. Das ungerechte und ungleiche Finanz- und Wirtschaftssystem verursacht Armut unter den afrikanischen Menschen. Wir stehen dafür ein, die Armut in einer an der Wurzel dieser ansetzenden Weise zu bekämpfen.

6. Wir müssen feststellen, dass die sozio-ökonomischen Bedingungen die Menschen in Afrika verwundbar gemacht haben, durch Krankheiten, die es in Europa längst nicht mehr gibt. Es sterben heute mehr Menschen an heilbaren Krankheiten, wie zum Beispiel Malaria, als an Aids. Wir fordern daher einen leistbaren Zugang zu Medikamenten, die solche Krankheiten behandeln können. Wir treten daher für einen gesünderen Lebensstil unter jungen Menschen ein, um Infektionen zu verhindern und weiters für die Aufhebung der ungerechten Patentrechte, die den Menschen leistbare lebensnotwendige Medikamenten enthalten.

7. Wir betrachten Bildung als eine Gelegenheit der Schaffung von Kapazitäten für alle afrikanischen BürgerInnen und fordern daher freie Bildung für alle. Wir fordern daher von staatlichen und privaten Institutionen mehr Mittel für Bildung freizumachen. Wir kämpfen für eine bessere Qualität der Bildung, vor allem im Forschungsbereich, um Afrika in der technologischen Entwicklung seine Selbständigkeit zu gewähren.

8. Afrika ist reich an Ressourcen, die wenn vernünftig verwendet, die nachhaltige Entwicklung des Kontinentes ermöglichen können. Wenn einst einmal Demokratie und Einheit geschaffen ist, durch die Afrikanische Union und Nepad, dann wird es niemals wieder eine Ausplünderung der Ressourcen Afrikas geben.

9. Wir müssen heute feststellen, dass die afrikanische Ökonomie durch die historische Marginalisierung des afrikanischen Kontinentes, die vom Internationalen Währungsfonds, der Weltbank und derWTO, den multinationalen Konzernen und deren Komplizen, der afrikanischen Diktatoren gesteuert wurde, die weltweit unterentwickeltste ist. Wir sind der Überzeugung, dass Nepad die Möglichkeit schafft die Missstände der Vergangenheit auszuräumen und Afrika auf einen Pfad der nachhaltigen Entwicklung zu führen. Wir betrachten es als unsere Aufgabe das Nepad Programm umzusetzen und diesen Erneuerungsprozess unter jungen Menschen bekannt zu machen.

In folgenden Ländern sind sozialdemokratische oder sozialistische Jugendorganisationen vertreten, die diese Kampagne organisieren:

Algeria, Angola, Botswana, Cameroon, Cape Verde, Gabon, Gambia, Ivory Coast, Mali, Morocco, Mozambique, Niger, Senegal, South Africa, Swaziland, Western Sahara, Benin, Burkina Faso, Equatorial Guinea, Eritrea, Guinea Bissau, Mali, Uganda

Muna Duzdar
Trotzdem März 2004

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