Der Andrang von Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, zu Informations- und Hilfestellen ist mit der Wirtschaftskrise enorm gestiegen. Die Gründe dafür: Finanzielle Unsicherheit, Arbeitsplatzverlust oder ähnliches lassen die Gewaltbereitschaft von Männern steigen. Viele Ehemänner, die finanzielle Probleme haben, um ihren Arbeitsplatz fürchten oder ihn bereits verloren haben, lassen ihre Frustration dann an ihrer Partnerin oder den Kindern aus. Außerdem verlieren auch immer mehr Frauen ihre Jobs, was ihre Stellung im Haushalt dramatisch verschlechtert. Frauen, die ihr Einkommen verlieren, sind wiederum hilflos gegenüber häuslicher Gewalt und leben in finanzieller Abhängigkeit ihres Partner. Männer gewinnen an Macht - Frauen verlieren.
Deshalb nimmt die SJ OÖ den 25. Nov. zum Anlass um die Politik daran zu erinnern, dass Frauenpolitik besonders in Krisenzeiten notwendig ist. Carina Altreiter, Frauensprecherin der SJ Oberösterreich, dazu: „Die Maßnahmenpakete der Regierung haben nur kurzfristige Wirkung und helfen vor allem Frauen nur wenig. Wichtig wären jetzt staatliche Investitionen in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung."
Michael Lindner Landesvorsitzender der SJ OÖ und Altreiter fordern daher gerade jetzt politische Schritte um Gleichstellung zwischen Männern und Frauen herbeizuführen: „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und die schon lange geforderte
Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sind sinnvolle Strategien gegen die Krise und stärken die Rolle der Frauen und ermöglichen es, neue Arbeitsplätze für Alle zu schaffen. Zusätzlich müssen endlich neue Vermögenssteuern eingeführt werden! Die Mehreinnahmen, die mit Vermögenssteuern gemacht werden, können in Bildung investiert werden - Bildungsinvestitionen sind Investitionen für Frauen, denn sie sind es, die von kostenfreien Kindergärten, Ganztagsschulen und dem freien Uni-Zugang für Alle am meisten profitieren."








