Erwacht der russische Bär aus seinem Winterschlaf?
Der Termin für den Abzug russischer Einheiten aus dem georgischen Kernland steht fest: bis zum 15. Oktober soll das Militär Georgien verlassen haben. Abchasien und Südossetien ausgenommen. Dies ist das Ergebnis neuester Friedenplan-Verhandlungen zwischen dem französischen Präsidenten und amtierenden Ratsvorsitzenden der EU Nicolas Sarkozy und seinem russischen Pendant Medwedew. Zudem werden 200 EU-BeobachterInnen in die krisen-geschüttelte Region reisen. Es scheint diplomatische Bewegung in eine Sache zu kommen, die bis vor kurzem noch geprägt war von gegenseitigen Kraft- und Machtdemonstrationen, hochstilisiert zu einem neuerlichen Aufflammen des Ost-West-Konflikts.