Eine Kurzanleitung zur Nachzahlung des Verpflegungsgeldes
Am 28. März 2006 ist das Zivildienstgesetz-Übergangsrecht 2006 in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz werden die Ansprüche, jener Personen geregelt, die bis zum Inkrafttreten der neuen Verpflegungsgeldverordnung Anfang dieses Jahres ihren Zivildienst geleistet haben und zuwenig Verpflegungsgeld erhalten haben.
Die Sozialistische Jugend Österreich nimmt zu dem von Ihnen ausgesandten Entwurf einer Verordnung über die Vorsorge für die angemessene Verpflegung von Zivildienstleistenden, wie folgt Stellung.
Nach mehrwöchiger, intensiver Arbeit hat die Zivildienstreformkommission (ZDRK) Ende Jänner ihre Tätigkeit abgeschlossen. Am Ende enthielten die Empfehlungen des Berichts, was sich die ÖVP von Anfang an gewünscht hatte...
Die Geschichte des Zivildienstes. wie wir ihn heute kennen, beginnt am 1. Jänner 1975, nachdem die SPÖ Alleinregierung unter Kanzler Kreisky im Jahr davor mit dem Zivildienstgesetz erstmalig für die Verweigerung des Dienstes mit der Waffe eine rechtliche Grundlage geschaffen hatte. Bis dahin war es jedoch ein weiter Weg, der auch in der Gegenwart noch steinig geblieben ist.
Seit jeher war der Zivildienst einer der Streitpunkte der österreichischen Innenpolitik. Hier prallten Konservative und SozialdemokratInnen, PazifistInnen und MilitaristInnen, UtopistInnen und RealistInnen jedes Mal erneute aufeinander. Auch wenn die Debatte teilweise unter gänzlich anderen Rahmenbedingungen als noch vor 20 Jahren stattfindet, sind die Konflikte und Trennlinien bestehen geblieben.